Trockenheit und Dürrestress. Wann sollten Bäume gegossen werden?
Vermehrt traten in den vergangenen Jahren langanhaltende Trockenphasen auf. Viele Stadt- & Gartenbäume versetzt dies zunehmend in Dürrestress. Auch tiefreichendes Wurzelwerk hat ihre Wiederstandsgrenzen und je nach Baumart, Standort und Umfeld sollte bei sichtbaren Anzeichen entsprechend unterstützt werden.
Erste Anzeichen sind hängende Blätter und erschlaffende Jungtriebe. In weiterer Folge führt dies zur Verfärbung und vertrocknenden Blättern. Manche Bäume neigen gar dazu Teile des Blätterdachs abzuwerfen.
Obstbäume reagieren ähnlich und reagieren auch mit verfrühtem Obstfall.
Sollte kein Regen in Sicht sein empfiehlt es sich bereits im Anfangsstadium mit der Bewässerung zu beginnen.
Gießkanne, Gartenschlauch oder Bewässerungssack je nach Baumgröße die beste Wahl treffen. Grundsätzlich gilt lieber einmal intensiv als ab und zu ein bisschen Wasser zu geben um auch die tieferen Wurzelschichten zu erreichen.
Wer genügend Platz im Garten hat vielleicht künftig, zur Schonung der Trinkwasserreservoires,die Anschaffung von Regentonnen oder Zisternen überlegen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beschaffenheit des Bodens. Verdichtete, sandige und Nährstoffarme Böden vermindern die Wasserspeicherfähigkeit und können zudem das Wurzelwachstum einschränken. Mit neuen Techniken können verdichtete Böden aufgelockert und gleichzeitig mit nährstoffreichen Granulaten angereichert werden. Durch abdecken des Wurzelbereichs mit einer Mulchschicht kann der Verdunstung entgegengewirkt sowie im selben Zuge die Humusbildung gefördert werden. Zusätzliche Beschattung durch andere Pflanzen und Sträucher verhindert rasches verdunsten und schafft Raum für Klein- und Kleinstlebewesen aller Art. Ein aktives, vielfältiges Bodenleben ist essenziell für das gesunde Wachstum eines Baumes und baut auf diesen Prinzipien auf.